Kurzbeschreibung

Die Deutsche Marine hatte am 1. Juni 2010 ihre Uboote der Klasse 206 A vorzeitig aus der Nutzung genommen.
Damit ist die Bündelung finanzieller und personeller Ressourcen gegeben, um die operationelle Verfügbarkeit der Uboote der Klasse 212A zu erhöhen.
Die insgesamt 18 Uboote der Klasse 206 wurden zwischen 1973 und 1975 in Dienst gestellt, 10 davon wurden zur Klasse 206A umgebaut, der Rest wurde vorzeitig ausser Dienst gestellt.
Die Boote wurden zum Schutz gegen Minen aus amagnetischem Stahl gebaut.

Im Vergleich mit Ubooten anderer Nationen sind die deutschen Uboote mit circa 450/500 Tonnen Verdrängung die kleinsten bewaffneten Uboote, die weltweit operieren.
Aufgrund ihrer geringen Größe und der guten Tiefensteuereigenschaften eignen sie sich besonders für den Flachwassereinsatz und können getaucht noch bei Wassertiefen von circa 20 Meter manövrieren.
Die Uboote dieser Klasse sind in Eckernförde stationiert und gehör(t)en zum 1. Ubootgeschwader.

Technische Daten
Länge: 48,6 m
Breite: 4,6 m
Tiefgang: 4,5 m
Verdrängung aufgetaucht: 450 Tonnen
Verdrängung getaucht: 500 Tonnen
Antrieb: 2 x MTU 12 Dieselmotor
1 x SSW Elektromotor
Geschwindigkeit aufgetaucht: 10 Knoten
Geschwindigkeit getaucht: 17 Knoten
Reichweite: 4.500 Seemeilen
Einsatzdauer: 30 Tage
Tauchtiefe: > 200 m
Besatzung: 27

Bewaffnung
8 x Torpedorohre 53,3 cm

Gebaute Einheiten:

Name Kennung Indienstst. Ausserdienstdienstst.
U 13 S 192 19.04.73 26.03.97
U 14 S 193 19.04.73 26.03.97
U 15 S 194 17.07.74 14.12.10
U 16 S 195 09.11.73 31.03.11
U 17 S 196 28.11.73 14.12.10
U 18 S 197 19.12.73 31.03.11
U 19 S 198 09.11.73 23.08.98
U 20 S 199 24.05.74 26.09.96
U 21 S 170 16.08.74 03.06.98
U 22 S 171 26.07.74 18.12.08
U 23 S 172 02.05.75 31.03.11
U 24 S 173 16.10.74 31.03.11
U 25 S 174 19.04.73 31.01.08
U 26 S 175 13.03.75 09.11.05
U 27 S 176 16.10.74 13.06.96
U 28 S 177 18.12.74 30.06.04
U 29 S 178 27.11.74 31.12.06
U 30 S 179 13.03.75 31.01.07