Wechsel in der Führungsspitze der Marine - 31.07.2013

Hamburg/Rostock

Vizeadmiral Heinrich Lange begann seine Rede mit den Worten „Welch ein schöner Tag“ und begrüsste die Gäste aus Politik, Wirtschaft, Polizei, Präsident des Gerichtes, Staatsanwälte und weitere.
Die umfangreiche Beteiligung außerhalb der Marine ehrte ihn besonders.
Besonders ehrte ihn die Anwesenheit der Militärdekane.
Er hieß alle willkommen, Soldaten und die zivilen Mitarbeiter seien ebenso gegrüßt.
Seit 2009 ist er stellvertretender Inspekteur der Marine.
„Heute steht er in Rostock“ so seine weiteren Worte und übergab sein Amt an Vizeadmiral Krause.
Was ist alles passiert?
Schon 2008 zeichneten sich für ihn ab, dass gravierende Änderungen zu erwarten war.
Diese Größenordnung hatte ihn schon überrascht.
Die Abschaffung der Wehrpflicht ohne dass sich die Bundeswehr richtig darauf vorbereiten konnte.
Fast wäre die Marine auf einen kümmerlichen Rest zusammengestrichen worden.
Aber wir haben erfolgreich gekämpft, so der Vizeadmiral.
Die spannende Standortdebatte war politisch geprägt.
In Rostock sind wir dicht genug an Berlin und dicht genug an der Flotte,zu dem tut die gute Seeluft gut, dass weiss er nach 5 Jahren Bonn, so der Vizeadmiral weiter.
Es war eine Herkules-Aufgabe, die sie nicht alle Tage brauchen.
Es sollte darauf geachtet werden, dass die Stabsstrukturen auf das unbedingt notwendigste Mass beschränkt werden und die Einsatzverbände nicht geschwächt werden.
Was gab es nach diesem Appell für ihn noch zu sagen?
Seinen Dank an seine Soldatinnen und Soldaten, den Mitarbeitern und den Beteiligten in den vielen Workshops.
Die Übergabe an seinen Nachfolger Vizeadmiral Admiral Krause fällt ihm nicht schwer, da sie sich lange kennen.
Vizeadmiral Lange bat darum, dass die Soldatinnen und Soldaten seinem Nachfolger das gleiche Vertrauen und die Unterstützung schenken, dass sie ihm schenkten.

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf, begrüßte die anwesenden Gäste und erfreute sich über die Anwesenheit, deren Wertschätzung des scheidenden und zukünftigen stellvertretenden Inspekteure der Marine sie damit zum Ausdruck bringen.
Sie bekennen sich zur Marine und den Seestreitkräften zu unserem Land.
Vizeadmiral Lange war auf die auf die Neuausrichtung der Bundeswehr und der Marine eingegangen.
Worauf Vizeadmiral Lange nicht in aller Bescheidenheit und Zurückhaltung eingegangen ist, so der Inspekteur, das ist die Rolle, die Vizeadmiral Lange in diesen schwierigen Zeiten gespielt hatte.
Diese wollte der Inspekteur herausstellen oder in Erinnerung rufen.
Er ging einen weiten Schritt zurück als er 1978 Kommandant des Schnellbootes LEOPARD und den damals ebenfalls Leutnant zur See Lange als Praktikant an Bord hatte.
Beide hätten nie im Traum daran gedacht, dass sich ihre beide Wege später derartig kreuzen würden.
Seit 2009 war er der stellvertretende Inpekteur der Marine, erst für Admiral Nolting, ab 2010 für ihn.
Bis zum Umzug in das Marinekommandos war Vizeadmiral Lange auch Chef des Führungsstabes der Marine im BMVg.
In dieser Funktion hatte er sich der gewaltigen Herausforderung in der Neuausrichtung der Marine gestellt und das neue Gesicht der Marine maßgeblich mitgestaltet.
Das war keine dankbare Aufgabe aber für ihn eine Herzensanliegen.
Was sich in ein paar Sätzen sehr schlicht anhört beschreibt aber ein große Anstrengung, oft über die persönlichen Interessen gestellt, so der Inspekteur weiter.
Vizeadmiral Schimpf sprach Vizeadmiral Lange seinen Dank dafür aus, ebenso dankte er dessen Frau, die ihm zur Seite stand.
Der Inspekteur hob die Leistungen von Admiral Krause bei der Ubooten hervor.
Auch nach einer so langen Tauchfahrt tauchte er wieder auf und übernahm 2006 das Kommando über die Einsatzflottille 1.
Seine Verwendung in Ministerien, ausgewiesener Erfahrungsschatz für die politische Entwicklung der Streitkräfte, ein klares Lagebild darüber, was WIR als Marine zu bewältigen haben.
Als stellvertretende Inspekteur der Marine liegt die Verantwortung der Marine auch in seiner Hand.
Es liegt nun an ihm die Einsatzfähigkeit, Durchhaltefähigkeit der Marine und Zukunftsfähigkeit gemeinsam zu gestalten.
Dann bat der Inspekteur seinen stellvertretenden Inspekteur Admiral Lange die Dienstgeschäfte an Admiral Krause zu übergeben.

Vizeadmiral Andreas Krause bedankte sich für den feierlichen Rahmen, das macht es für ihn zu einen unvergesslichen Erlebnis.
Er habe zweierlei Gefühle, zu einem große Freude zum anderen Respekt vor neuen Aufgaben.
Er ist sich der großen Herausforderung bewusst und dankte für den Vertrauensvorschuss, der mit einer solchen Aufgabe verbunden ist.
Nachdem er die fast letzten 4 Jahre die Marine nur von außen betrachten durfte, darf er nun wieder ein Teil der Marine sein.
Der bestimmendes Merkmal der letzten vier Jahre war der Prozess der Neuausrichtung der Bundeswehr.
Dieser Prozess ist immer noch in vollem Gange, findet parallel zu den Einsätzen unddarüber hinaus gehenden Verpflichtungen statt.
Es stehen auch weiterhin Herausforderungen an, die die Marine gemeinsam meistern muss.