marine-portraits.de - DEUTSCHE MARINE - EINSATZAUSBILDUNGSZENTRUM SCHADENSABWEHR MARINE (EAZS)

Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr Marine in der Praxis - 07.02.2012

Neustadt/H. 07.02.2012

In der Regel ist das Wetter asig um die Jahreszeit, Regen, Nebel oder diesig sind die Regel.
Schnee, Eis?
Eher selten.

Der NATO-Einsatzverband "Standing NATO MCM Group 1" (SNMCMG 1) absolviert vom 27.01.2012 – 10.02.2012 ein Ausbildungsprogramm am Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr Marine (EAZS).
Drei Minenabwehreinheiten aus drei Nationen der NATO besuchen dazu mit circa 100 Besatzungsangehörigen Neustadt in Holstein.
Der norwegische Kommandeur, Fregattenkapitän Eric Hansen, wird das Kommando in Kristiansand (Norwegen) übernehmen und den Verband von der HNOMS VALKYRIEN aus leiten.
Weitere teilnehmende Einheiten sind die HNLMS SCHIEDAM aus den Niederlanden und das Minenjagdboot HOMBURG aus Deutschland.

Am 07.02.2012 kam es zu zwei Übungen mit einer zivilmilitärischen Rettungsaktion.
Der deutsche Schlepper BALTRUM übernahm an diesem Tag in der ersten Übung die Rolle eine Zivilschiffes welches an Bord einen Brand hatte.
Besatzungsangehörige der HNOMS VALKYRIEN schickten per Speedboot Rettungskräfte.
Mit einem SEAKING der Deutschen Marine wurden weitere Rettungskräfte der Feuerwehr an Bord geflogen, besser abgeseilt.

Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Übung ging es im Marinestützpunkt Neustadt/H. nach einer Pause mit der nächsten Rettungsübung weiter.
An Bord der HNOMS VALKYRIEN und dem Minenjagdboot HOMBURG kam es zu Explosionen und Bränden.
Im Hafen gilt die Regel Mensch vor dem Material retten.
Beide Besatzungen gingen von Bord, es wurde geprüft ob noch Besatzungsangehörige an Bord verblieben waren.
7 Verletzte waren an Bord, eine Person über Bord, an Bord der HNOMS VALKYRIEN wurde eine Besatzungsangehörige durch die Wucht einer Explosion in den Mast geschleudert (natürlich gestellt).
Nach der Schadensfeststellung wurden die Rettungskräfte der Feuerwehr angefordert.
Diese Rolle übernahm die Hamburger Berufsfeuerfeuerwehr mit der Unterstützung einer Leiterwagens der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt in Holstein.
Warum Hamburg?
Feuerwehr und Polizei sind in der Regel Ländersache, Rettungsaktionen auf See werden dann länderübergreifend koordiniert und vorgenommen.
Auf Grund seiner geografischen Lage von Hamburg bietet sich dieses Szenario für die Landesfeuerwehrschule Hamburg bestens an.