Kurzbeschreibung

Bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Hamburg werden zur Zeit 76 Spitzensportler (Stand 2016) in den Olympiasportarten Rudern, Hockey, Wasserball, Segeln Beachvolleyball und Leichtathletik gefördert.
lm Zuge der Olympiavorbereitung konnten sich letztendlich 20 Athleten für Olympia qualifizieren, von denen 7 mit einer Medaille zurückgekehrt sind.
Die Bundeswehr ist einer der größten Förderer des Hochleistungssports in Deutschland.
Mit einem Personalansatz von 827 Dienstposten fördert sie den deutschen Spitzensport und unterstützt damit eine gesamtstaatliche Aufgabe.
Der Auftrag zur Aufstellung der aktuell 15 Sportfördergruppen basiert auf einem Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Jahre 1968.
Die Bundeswehr leistet einen großen Beitrag zur Sportförderung in Deutschland.
Diese ist von öffentlichem Interesse, denn Sport hat einen - hohen gesellschaftspolitischen Wert, vor allem in der gesundheitlichen und sozialen Hinsicht.
Die Spitzensportler werden hier als Vorbilder und Botschafter ihrer jeweiligen Sportart wahrgenommen.
Nach außen repräsentieren sie die Bundesrepublik Deutschland.
Schließlich wird das Bild Deutschlands in der Welt auch durch das Auftreten seiner Athleten bei internationalen Wettkämpfen geprägt.
Die Spitzensportförderung ist zwar kein Kernauftrag der Bundeswehr, sie zählt jedoch zu den gesamtstaatlichen Aufgaben, an denen sich auch die Streitkräfte zu beteiligen haben.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bezeichnet die Spitzensportförderung der Bundeswehr in seinem Nationalen Spitzensportkonzept als unverzichtbar.
Ähnliche Fördereinrichtungen auf Bundesebene existieren in geringerem Umfang noch beim Zoll und bei der Bundespolizei.
Seit November 2013 gibt es auch eine Rahmenvereinbarung mit dem Deutschen Behinderten Sportverband.
Auf dieser Grundlage fördert die Bundeswehr zurzeit zwei aussichtsreiche zivile Sportler mit Handicap: Markus Rehm wurde 2012 in London Paralympicssieger im Weitspringen, und der Schwimmer Sebastian lwanov hat ebenfalls schon mehrere paralympische Medaillen errungen.
Um den Erfolg der Sportförderung zu verdeutlichen, wird hauptsächlich auf die Olympischen Spiele verwiesen.
Seit 1964 wurden hier 285 olympische Medaillen unter Beteiligung von Sportsoldaten errungen. Bei den Sommerspielen seit 1964 waren das im Einzelnen 48 Gold-, 45 Silber- und 68 Bronze-Medaillen.
Die Bilanz bei den Winterspielen ab 1968 lautet: 47 Gold-, 48 Silber- und 29 Bronze-Medaillen.
Bei den letzten 13 Olympischen Winter- und Sommerspielen seit 1992 waren Spitzensportler der Bundeswehr an rund 44 Prozent der errungenen Medaillen beteiligt.
Der antike Gedanke des Olympischen Friedens lebt auch heute weiter in der Völkerverständigung, die der Spitzensport ermöglicht.
Dies gilt nicht nur für die Olympischen Spiele, sondern auch für die Militärsportvereinigung CISM (Conseil International du Sport Militaire).
Diese gehört zu den größten Sportvereinigungen der Welt: Über 130 Nationen sind mittlerweile vertreten.
Völkerverständigung und multinationale Kameradschaft werden hier sogar ausschließlich von Soldaten gepflegt.

Quelle: Landeskommando Hamburg